ProfiFoto: Tipps zur Panoramafreiheit

ProfiFoto: Tipps zur Panoramafreiheit

Juraforum


08/08/2019By karsten1 Minutes

Wo darf man fotografieren und was darf man Fotografieren? ProfiFoto, das Magazin für Fotokultur und -technik, hat einen ausführlichen Beitrag mit Tipps zur Panoramafreiheit erstellt. Es werden viele rechtliche Aspekte für das Fotografieren und Vermarkten von Bildern erwähnt. Worauf soll man achten? Der Beitrag klärt viele Fragen.

Obwohl der Artikel vorwiegend auf die Situation in Deutschland verweist, gibt es auch Hinweise für andere europäische Länder und ebenso für die Schweiz.

Zum Beitrag

SAB bringt Preisempfehlungen 2019 heraus

SAB bringt Preisempfehlungen 2019 heraus

Aktuelle Lizenzgebühren für Bilder: die neue SAB Preisliste


27/06/2019In Bildagentur, StockfotografieBy karsten1 Minutes

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Bildagenturen und -Archive (SAB) hat gerade eine neue Preisliste herausgebracht. Die «SAB Preisempfehlungen 2019» bieten auf 40 Seiten viele Informationen zu empfohlenen Lizenzgebühren für Rights Managed Bilder. Richtpreise für kommerzielle und redaktionelle Anwendungen lassen sich schnell ermitteln und sind nach Anwendungsbereichen aufgegliedert.

Die SAB Preisempfehlungen werden immer wieder auch als Referenz bei Rechtsstreitigkeiten über Lizenzgebühren in der Schweiz genutzt. Preise für Stockfotografie sind in jedem Land etwas anders und die Schweiz ist keine Ausnahme. Als Richtpreise sind diese Empfehlungen nicht verbindlich, sondern sie bieten eine reale Verhandlungsbasis zwischen Bildagentur und Bildeinkäufer.

Die Preisliste ist erhältlich in drei Sprachen (Deutsch, Französisch und Englisch) und kann direkt auf der SAB Website erworben werden.

sab-photo.ch


Dasselbe Bild, ein anderer Preis

Dasselbe Bild, ein anderer Preis

Es geht schon lange nicht mehr um die Fotografie


Auf der Suche nach einem geeigneten Bild für das Cover eines Magazins wurde ich unter anderem bei Getty fündig. Das Foto war für die anvisierte Verwendung perfekt. Für eine hochaufgelöste Datei und eine lizenzfreie Verwendung waren 500 Schweizer Franken angesetzt. Im Zeitalter von Microstock und Gratisbildern erscheint das viel Geld. Die Qualität jedoch überzeugt. Ein besseres Bild darf mehr kosten als ein Microstock-Angebot. Die bedeutendste Bildagentur weltweit versteht etwas von Fotos.

Wenn möglich kaufe ich jedoch nicht bei Getty ein. Sinnvoller erscheint, das Bild bei kleineren Bildagenturen einzukaufen, die häufig auch Zulieferer von Getty sind. So haben die Produzenten deutlich mehr vom Ertrag und sind weniger vom Giganten im Markt abhängig. Ausserdem interessiert es mich, ob der gleiche Fotograf oder die gleiche Agentur noch weitere interessante Bilder im Angebot hat, die es bei Getty nicht gibt. Wie findet man andere Bildquellen für ein Bild?

Reverse Image Search

Es gibt viele Wege alternative Bildquellen auf die Spur zu kommen. Eine davon ist die «umgekehrte Bildsuche» (englisch: Reverse Image Search). Das funktioniert wie folgt: Bei einigen Websites kann man nicht nur mit Suchbegriffen, sondern auch mit Bildern suchen. Man lädt ein Foto (Thumbnail, Screenshot, ein ähnliches Bild) hoch und mit den Merkmalen dieses Fotos wird eine Suche nach ähnlichen Bildern gestartet. Google bietet eine solche Option an (images.google.com) und auch die kanadische Firma TinEye (tineye.com) hat dafür eine sehr gute Suchmaschine.

Die Websites analysieren das hochgeladene Bild, erstellen einen kleinen digitalen «Fussabdruck» und vergleichen diesen mit bereits gespeicherten «Fussabdrücken» aus den eigenen Datenbanken. Es funktioniert sehr ähnlich wie eine Stichwortsuche, mit dem Unterschied, dass ein «Stichwort» oder «Fussabdruck» erst aus einem hochgeladenen Bild erstellt wird. Anschliessend werden Treffer gezeigt. Die Trefferlisten einer umgekehrten Bildsuche enthüllen wie und wo das Sujet genutzt wird. Eine solche Suche nach Bildverwendungen kann sehr hilfreich sein. Verstehe ich beispielsweise wie ein Bild oder eine Bildidee bereits genutzt wird, dann hilft mir diesen Einblick die eigenen Ideen abzugrenzen.

Das Resultat einer «umgekehrten Bildsuche» ist im Idealfall eine Liste mit Treffern desselben Bildes.

Getty verkauft dasselbe Bild zu unterschiedlichen Preisen

Geradezu schockiert war ich jedoch, als dasselbe Bild bei einer anderen Kollektion von Getty auftauchte. In der einen Kollektion verlangt Getty für das hochaufgelöste Bild CHF 500, auf der anderen Website kostet dasselbe Bild lediglich CHF 33.

Hemmungslos werden dieselben Werte teuer verkauft oder billig verhökert. Das hochpreisige Bild stammt von der Getty Website (Link). Die günstige Alternative stammt von iStockPhoto, einer anderen Kollektion von Getty (Link). Das Foto steht dort in der «Signature Collection». Die Bildgrösse ist identisch, ebenso sind es die Verwendungsrechte. Gleiches Produkt – aber ein unterschiedlicher Preis. Hier werden Kunden gnadenlos für dumm verkauft und über den Tisch gezogen. Es betrifft keine Einzelbilder, sondern ganze Serien.

Vom Wert eines Bildes

Firmen, die von Finanzmärkten und Investoren getragen werden, folgen ganz eigene Strategien. Das gilt auch für Getty Images. Dabei ist der Fotograf oder der Kunde nur Mittel zum Zweck. Geld steht zentral. Die Fotografie oder die Fairness den beteiligten Partnern oder Kunden gegenüber sind zweitrangig. Es wird nicht mit Ethik gehandelt, sondern mit harten Bandagen um Vorherrschaft und Gewinne gekämpft. Dasselbe geschieht nicht nur bei Getty – es ist ein verbindes Merkmal vieler Firmen, die von Fremdkapital getragen sind.

Der Wert eines Bildes ist bei diesen Firmen nicht so wichtig wie die möglichen Einnahmen in verschiedenen Kundensegmenten. Eine Kundschaft, die für gute Bilder bereit ist auch gutes Geld auszulegen, hofft man auf der Hauptseite von Getty anzutreffen. Es gibt jedoch auch andere Käufer. Längstens haben die Anzahl Bildverkäufe via Microstock-Agenturen die der Getty Hauptseite überflügelt. Für viele Kunden ist nicht das bessere Bild, sondern das billigere Bild ausschlaggebend. Ein ganz eigener Kundenstamm folgt dieser Maxime.

Marketing versucht auf die Bedürfnisse der verschiedenen Kundensegmente entsprechend einzugehen. Billige Bilder hier, teuere Bilder dort. Der qualitative Unterschied macht es oft aus. Es macht durchaus Sinn für verschiedene Kundensegmente unterschiedliche Produkte im Sortiment zu haben.

Mit der «Signature Series» für iStockPhoto wurde diese Differenzierung weiter ausgebaut. Die Bilder sind besser und auch etwas teurer. Sie sind nicht so teuer wie bei Getty auf der Hauptseite, aber sie sind trotzdem teurer als die Bilder der Standardkollektion. Mit einem solchen Angebot kann man bei Billigkunden «fischen» gehen. Man will die Leute abholen, die zwar bessere Bilder wünschen, aber nicht (mehr) auf der «teuren» Website einkaufen. Marketing-technisch ist das kein schlechter Schachzug, denn hier kann man die etwas grösseren Budgets wieder abholen. Zweifellos entspricht es auch einem Kundenbedürfnis.

Den Kunden verschaukeln

Wo führt das jetzt hin? Es wäre alles kein Problem, wenn man Bilder eigens für eine bestimmte Vermarktung reserviert. Weitgehend wird das auch so gehandhabt. Lizenzpflichtige Bilder werden nicht gleichzeitig mit einer lizenzfreien Lizenz angeboten. Das eine schliesst das andere aus. Gute Fotografien verdienen eine eigene Kundschaft, die auch bereit ist, für Qualität mehr Geld auf den Tisch zu legen. Dasselbe Bild aber hier für CHF 500 zu verkaufen und dort für nur CHF 33 anzubieten, das sehe ich als problematisch. Hier wird der Kunde verschaukelt.

Gleiches passiert auch auf andere Art. Bei Getty und anderen Firmen wird der Preis pro Markt festgelegt. Das ist nichts Neues. Wer in der Schweiz oder in England lebt und arbeitet, zahlt für dasselbe Produkt meist mehr als ein Kunde in USA oder Polen. Digitale Produkte haben keine Einfuhrzölle oder Transportkosten. Sie könnten überall gleich teuer oder günstig sein. Sie sind es aber nicht. Die zentrale Frage betrifft erneut die Gewinnmaximierung und lautet wie folgt: Wieviel ist ein Kunde in diesem oder jenem Markt bereit zu zahlen? Danach werden Preise eingestellt. Nicht mehr der Wert eines Bildes ist Ausgangspunkt, sondern das mögliche Budget des Kunden. Es wird ausserdem technisch alles daran gesetzt, dass man nicht in billigeren Märkten einkaufen kann (auf derselben Website bei der Bestellung beispielsweise ein anderes Land auswählt).

Ethik und Nachhaltigkeit in Kundenbeziehungen

Gibt es so etwas wie ein «nachhaltiger Bildeinkauf»? Oder ist billiger besser und gratis am besten? Hinter allen «günstigen» Konzepten stehen grosse Firmen und viel Geld. Für diese Firmen sind die Downloader das Produkt, genau wie bei den Social Media Plattformen. Die Realität ist nämlich diese: Es gibt keine gute Fotos, Websites oder Angebote, ohne, dass jemand darin investiert. Das ist die Grundlage. Preise und Verdienst müssen sinnvoll gestaltet werden.

Wie man als Agentur seine Bilder vermarktet steht jedem frei. Auf derselben Grundlage aufbauend, kann die eine Firma sich für dieses, eine andere Firma für jenes Vertriebsmodell entscheiden. Beide können zu den Gewinnern gehören. Dieselben Bilder jedoch gleichzeitig für CHF 33 oder für ein 15-facher Preis anzubieten aber diese Unterschiede für den Kunden nicht transparent darzulegen, das hat mit Fotografie oder Angebot wenig mehr zu tun. Da geht es um Geschäftsethik.


Nationalrat bestätigt neues Urheberrechtsgesetz

Nationalrat bestätigt neues Urheberrechtsgesetz

Laut einer Medienmitteilung von der Arbeitsgruppe Lichtbildschutz hat der Nationalrat am 13. Dezember 2018 einstimmig beschlossen (196 zu 0 Stimmen), ein neues Urheberrechtsgesetz für die Schweiz zuzustimmen. Das ist ein wichtiger Schritt hin zu einem besseren Schutz von Fotos. Bislang galt ein Schutz nur für solche Fotos mit Werk-Charakter, also mit einer Einmaligkeit der Interpretation und der Abbildung. Nun sind alle Fotos, auch Schnappschüsse, urheberrechtlich geschützt. Als Nächstes muss der Entscheid vom Ständerat bestätigt werden.

Die Schweiz hinkt seit langer Zeit im Schutz von Fotos hinter der Gesetzgebung anderen europäischen Ländern hinterher. Das neue Urheberrecht will verschiedene Lücken in der Gesetzgebung beseitigen und eine Anpassung an das digitale Zeitalter vorantreiben. Fotografen, Bildagenturen und andere Dienstleister in der Branche hatten es schwer eine Entschädigung für eine Nutzung einzufordern. Das dürfte sich mit einer Revision des Urheberrechtsgesetzes nun ändern.

Weitere Informationen:

 


CEPIC: Dachverband europäischer Bildagenturen

CEPIC, der Dachverband europäischer Bildagenturen

Coordination of European Picture Agencies Stock, Press and Heritage.

Die CEPIC ist eine Dachorganisation für Bildagenturen in Europa und darüber hinaus. Ende der Neunziger Jahren entstand die CEPIC als gemeinsame Initiative verschiedener nationaler Dachverbände aus Europa. Es war die erste gesamteuropäische Plattform.

CEPIC Kongress

Der jährliche CEPIC Kongress ist wichtigste Ereignis in der europäischen Bildindustrie. Hier treffen sich Bildanbieter und Bildagenturen, zeichnen Kontrakte, besprechen Marketing-Massnahmen und man pflegt die bestehenden Kontakte. Die CEPIC ist dafür eine sehr gute Plattform. In den besten Jahren waren über 1000 Teilnehmer am CEPIC Kongress gegenwärtig. Entsprechend den Entwicklungen in der Bildindustrie ist die Teilnehmerzahl mittlerweile auf weniger als die Hälfte geschrumpft. Immer noch ist der CEPIC Kongress jedoch die grösste Veranstaltung seiner Art weltweit und zieht Besucher von allen Kontinenten an.

Weitere Partnerschaften

Bildagenturen benötigen nicht nur Bilder und Partnerschaften für Content, sondern auch Know How über andere businessrelevante Themen. Dabei kann man an rechtliche Themen denken, und auch an technisches Know How. Bald stiessen entsprechende Partner dazu, wie das IPTC Konsortium (iptc.org), welches globale Standards für die Metadatenbeschreibung festlegt, oder die WIPO (wipo.int), die World Intellectual Property Organization.

Ausweitung der Tätigkeiten

Nicht nur das direkte Business ist wichtig. Parallelveranstaltungen zu weiteren Themen entstanden, die Kongressbesucher zusätzlich buchen können. Der CEPIC Kongress ist vielseitiger als in den Anfangsjahren und Fachveranstaltungen ziehen ein eigenes Publikum an.

Lobbying

Die technische Entwicklung im Internet schreitet schneller voran als die Gesetzgebung. Daraus entstehen prekäre Situationen für Content-Anbieter wie beispielsweise Fotografen und Bildagenturen. Man muss seine Fotos im Internet zeigen. Sobald man das aber macht, entstehen viele rechtliche Fragen: Darf ein Website-Besucher Bilder herunterladen und kostenlos nutzen? Darf eine Suchmaschine wie Google auf Bilder verweisen und indirekt mit Werbung daran verdienen? Dürfen Bilder über Suchmaschinen heruntergeladen werden?

Unsere digitale Welt ermöglicht vieles, wofür es noch keine Regelungen gibt. Grosse Firmen wie Google versuchen ihre eigene Regulungen zum eigenen Vorteil durchzusetzen. Einzelne Bildagenturen oder Fotografen können da nicht viel ausrichten. Ein unabhängiger europäischer Verband kann dagegen in der europäischen Union lobbying für besseren Schutz beantragen. Diese Funktion hat die CEPIC nun seit Jahren übernommen. Dadurch konnten europäische Gesetze zur Eindämmung der Einflüsse von Google & Co. enstehen. Die CEPIC kann das, weil es keine Firma ist und von vielen Mitglieder getragen wird.

So wie sich die Zeiten ändern, hat sich auch CEPIC geändert. Nebst dem jährlichen CEPIC Kongress findet kontinuierlich auch eine Evaluation und ein Lobbying für die Fotografen und Agenturen in einem grösseren europäischen Kontext statt.


Bundesverband Professioneller Bildanbieter (BVPA)

BVPA

Bundesverband Professioneller Bildanbieter


In Deutschland haben sich die professionelle Bildanbieter in dem Verband BVPA 1970 zusammengeschlossen. Der Verband ist erste Anlaufstelle für Bildanbieter und Bildkäufer in Deutschland und darüber hinaus.

Wer sich über den deutschen Bildmarkt informieren will, findet hier den richtigen Einstieg:

BVPA


Kostenlose Bilder als ultimativer Kick?

Kostenlose Bilder als ultimativer Kick?


Gratisbilder verdrängen sogar günstige Angebote. Websites wie Unsplash und andere bieten hochwertige Fotos zum Nulltarif an. Kann das gutgehen?

Vorbei sind die Zeiten, da es nur wenige digitale Bilder gab. Noch in der zweiten Hälfte der neunziger Jahren waren digitale Bilder Mangelware. Die meisten Fotografen arbeiteten analog und die Qualität der ersten Digitalkameras war für professionelle Ansprüche ungenügend. Seitdem hat sich vieles geändert.

Stockfotografie und Bildarchive

Wer Bilder benötigt, kann selbst fotografieren. Das ist jedoch nicht immer praktisch. Stockfotografie versprach von jeher eine einfachere Bildbeschaffung. Man musste weder selbst fotografieren noch einen Fotografen losschicken, sondern man konnte auf eine Auswahl bereits erstellter Fotos zurückgreifen. Bildarchive sind ausserordentlich praktisch. Die spezialisierten Bildarchive wurden zu Bildagenturen, die sich um die Klärung von Bildrechten und um die Abwicklung der Lizenzgebühren kümmerten, während der Fotograf weiterhin einfach um seine Fotografie besorgt war. In diesem System wurden die Anforderungen aller Beteiligten abgedeckt: Der Fotograf hat verlässliche Partner, die Bildagentur hat das Know-How und die Kontakte für eine einfache und zuverlässige Bildbeschaffung und Verkaufskanäle für den Fotografen und der Bildeinkäufer konnte von einer riesigen Auswahl geeigneter Bilder sowie von einer kompetenten Beratung profitieren.

Neue Lizenzmodelle

Während einst alle Nutzungsrechte in Abhängigkeit der Nutzung berechnet wurden (eine projektgebundene Lizenz, RM oder lizenzpflichtige Bilder), erschienen mit der Digitalisierung und einem immer schnelleren Internet ganz neue Vertriebsmodelle.

Sogenannte «lizenzfreie» oder «royalty-free» Bilder erhielten eine stark vereinfachte Lizenz, wonach man für ein Bild nur einmal zahlen müsste, dann aber das Bild für beliebig viele Projekte benutzen konnte. Die ganze Administration mit Projekten, Auflagen, Neuauflagen und dieser Dinge mehr fiel nun weg. Das war für viele Bildabnehmer eine Erleichterung. Diese Erleichterung wurde jedoch mit gewissen Einschränkungen erkauft. Es war eine Demokratisierung der Bildbezüge und eine Exklusivität konnte nicht mehr gewährleistet werden.

Der Aufbruch sogenannter Microstock-Bilder war eine Weiterentwicklung der Royalty-Free Idee. Spottbillig wurden Bilder als Massenware angeboten. Die Agenturen investierten nicht mehr in die Fotoshoots, sondern jeder Bildlieferant/Fotograf musste sich selbst darum kümmern. Crowdsourcing ist das Stichwort und es hat auf einen Schlag die Produktionskosten «eliminiert». Selbstverständlich waren die Produktionskosten immer noch da, aber das Risiko ging fast vollständig auf den (privaten) Fotografen über.

Gleichzeitig mit dieser Massenware änderte sich auch das Bewusstsein bei den Verbrauchern. Bilder waren plötzlich extrem billig zu haben. Über den Preis wurden bisherige Wertvorstellungen über den Haufen geworden. Die Bilderflut und die Überdistribution vieler Kollektionen hat zu Preiskämpfen geführt. Eine Abwärtsspirale der Preise und des Verdienstes hat den Bildermarkt nachhaltig geändert.

Gratisbilder

Es ging zuletzt noch eine Stufe tiefer. Bilder wurden und werden gratis angeboten. So wie das Bessere der Feind des Guten ist, so scheint auch gratis der Feind vom günstigen zu sein. Websites wie unsplash.com bieten hochwertige Fotos von Fotografen an, welche diese kostenlos zur Verfügung stellen. Auch unsplash.com bietet den Download gratis an.

Selbstverständlich gibt es nichts gratis. Wer arbeitet schon gratis für jemand anders? Und woher werden Technologie und Administration bezahlt? Welches Konzept macht dies möglich? Wir scheinen hier am unteren Ende der Verwertungsskala angekommen zu sein. Wer hier nicht weiter als der Preis denkt, meint das Nirwana erreicht zu haben.

Warum lassen sich Fotografen mit einer solchen Plattform ein? Die Fotos sind allesamt hervorragend. Man staunt wie vielseitig das Angebot ist. Fotografen erhoffen sich vermutlich mehrheitlich davon, dass ihr Name bekannt wird und dass sie so zu Aufträgen kommen. Ob das für die Mehrheit der Fotografen so zutrifft darf bezweifelt werden.

Es treten noch ganz andere Probleme auf. Die Fotografen selbst sind für die Klärung aller Rechte verantwortlich, aber sie haben davon selten eine Ahnung. Wer als Grafiker also ein Bild verwendet kann nicht (wie bei einer professionellen Bildagentur) davon ausgehen, dass die Rechte geklärt sind. Das kann zu handfesten Problemen führen.

Gedanken über Unsplash

Im folgenden Video hat sich ein Fotograf dem Thema ausführlich angenommen und berichtet aus erster Hand von den Erfahrungen mit Unsplash-Fotografen. Wer nach diesem Video noch Bilder von Unsplash nutzt, so könnte man denken, ist selber Schuld. Dazu gibt es noch mehr zu sagen, aber zuerst das Video von Zack Arias des YouTube Kanals DEDPIXL.

Was wird mit diesen Angeboten geschehen?

Die katastrophale Lage dieser Art des Vertriebs wird nach Betrachten des Videos deutlich sein. Es gibt sogar Leute, die Bilder von Unsplash herunterladen und bei Fotowettbewerben hochladen (und gewinnen). Es gibt Fotos mit Menschen, wofür es keine gezeichnete Modelreleases gibt. Es braucht wirklich nur einen einzigen richtigen Gerichtsfall und das Kartenhaus fällt zusammen. So hat es Zack Arias geschildert.

Allerdings erinnere ich mich ebenfalls an ähnlichen Situationen bei Lizenzfreien Bildern (RF) und später bei Microstock-Bildern. Sie wurden belächelt, die technische und rechtliche Aspekte wurden kritisiert und letztendlich haben diese Sparten sich trotz allen Unkenrufe weitgehend professionalisiert. Könnte das mit mit dem Konzept von Gratisbildern auch gelingen?

Die aktuelle Lage ist alles andere als rosig. Eine professionalisierung ist möglich, aber das wird kaum ohne entsprechende Einnahmen zu realisieren sein. Bis dahin kann man nur empfehlen, selbst alle rechtliche Abklärungen vorzunehmen, oder doch lieber auf die Dienste einer professionellen Bildagentur zurückzugreifen.


Lichtbildschutz in der Schweiz

Lichtbildschutz in der Schweiz

Urheberrecht in der Schweiz ist ein Thema


Das Recht am Bild lässt sich nicht in einem Satz formulieren. Oft können verschiedene natürliche oder juristische Personen Rechte geltend machen. Nicht immer jedoch ist es der Fotograf, der von diesen Rechten profitieren kann. In der Schweiz ist das Urheberrecht so ausgelegt, dass Bilder nur schützenswert sind wenn sie «individuell gestaltet» und dadurch sogenannte «Werke» sind. Gerade das schafft vielseitige Probleme.

Wenn ein professioneller Fotograf Bilder publiziert oder zur Publikation weiterleitet, dann sind die nicht automatisch geschützt. Sie sind nur dann geschützt, wenn diesen Bildern etwas «einmaliges» auszeichnet. Dadurch entstehen absurde Situationen, wie etwa, dass Fotografen zwar gearbeitet haben, aber nicht unbedingt für ihre Arbeit bezahlt werden müssen. Das ist gerade für Stockfotografie und für freischaffende Fotografen von Bedeutung, sowie für jede Veröffentlichung von Bildern im Internet. Ist ein Bild einmal «in freier Wildbahn», kann es mitunter schwer sein, dafür eine entsprechende Entlöhnung zu erhalten.

Die Problematik hat sich mit Einzug des Internets und der digitalen Verwaltung von Bildern noch verschärft. Die Gesetzgebung hinkt hinterher. Das gilt im Hinblick auf die Schweiz und der Schweizer Gesetzgebung ebenso wie für die Situation im europäischen Raum. Firmen wie Google, FaceBook, Twitter und andere verbreiten Bilder rasendschnell und nutzen diese Werte ohne den Urhebern je dafür zu entschädigen. Über diese Situation nachzudenken und entsprechende Lösung zu erarbeiten ist eine politische Aufgabe.

Die Situation in der Schweiz ist in Europa ein Sonderfall. Überall sonst ist der Schutz von Fotografien besser geregelt. Deshalb sollte es dringend auch in der Schweiz angepasst werden. Mehr dazu findet sich auf der Website fotografie-urheberrecht.com.

Lichtbildschutz

Weitere Informationen erscheinen auch hin und wieder direkt auf der Website der SAB, wie beispielsweise hier:


Schweizer Bildagenturen bei der SAB

Schweizer Bildagenturen bei der SAB

Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Bild-Agenturen und -Archive (SAB)


Die erste Anlaufstelle für Schweizer Bildagenturen findet man bei der SAB, der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Bild-Agenturen und -Archive. Hier gibt es fachliche Kompetenz zu Bildfragen, historische und aktuelle Bilder von Schweizer Fotografen und ausserordentlich viele Schweizer Themen.

Preisempfehlungen

Die SAB veröffentlicht alle paar Jahre eine aktuelle Übersicht typischer Preise für die Lizenzierungen von Stockfotografie für den Schweizer Markt. Diese Preisempfehlungen dienen vor allem Bildeinkäufer und Bildagenturen zur Orientierung. Regelmässig jedoch werden sie auch bei Rechtsstreitigkeiten herbeigezogen und sie gelten als unabhängige Quelle verlässlicher Preisindikationen.

Die SAB Preisempfehlungen sind nicht bindend, aber dienen als Verhandlungsbasis. Weil sie aufgrund aktueller Gepflogenheiten Schweizer Agenturen immer wieder neu festgelegt werden, besteht eine wertvolle Referenz für alle Preisverhandlungen.

Sind die Preisempfehlungen auch für Fotografen zu empfehlen? Dies leider nur bedingt. Die Preisempfehlungen wurden speziell für die Bedürfnisse von Stockfotografien und Pressebildern zusammengestellt. Es sind Lizenzpreise für eine typische Verwendung von Stockfotos, von denen immer mehrere Verkäufe erhofft werden. Diese Situation trifft für viele Fotografen nicht zu.

SAB Website

Auf der SAB Website werden Beiträge aus den verschiedenen Agenturen sowie Neuigkeiten aus der Bildbranche veröffentlicht. Auf der Website kann man die letzte Preisempfehlungen digital als PDF erwerben. Hier lässt sich auch ein Newsletter abonnieren, der unregelmässig über aktuelle Entwicklungen informiert.

sab-photo.ch

Bildlizenzen erklärt

Bildlizenzen erklärt

Jedes Projekt verdient die bestmögliche Lizenz


Bilder sind wertvoll

Fotos gehören zu unserem Alltag. Sie sind wertvoll weil sie einfach und direkt kommunizieren, weil sie auch komplexe Sachverhalte greifbar machen und weil sie Emotionalität treffsicher vermitteln können. Zweifellos haben Bilder also einen Wert. Das ist jedoch nicht mehr so selbstverständlich wie es das einst war.

Bilder sind allgegenwärtig. Das Internet gaukelt uns vor, dass Bilder «kostenlos» zu haben sind. In diesem Beitrag geht es nicht um den Preis. Es geht um die Bildrechte, womit jeder Bildbenutzer zu tun hat. Jedes Bild hat mit Bildrechten zu tun. Wer Bilder für eigene oder für fremde Projekte nutzen möchte, tut gut daran diese Bildrechte vor einer Verwendung abzuklären, denn nur so lässt sich sicherstellen, dass bei der Verwendung keine rechtliche Probleme auftauchen.

Rechte

Es gibt verschiedene Rechte, welche bei Fotos berücksichtigt werden müssen, beispielsweise

  • Fotografenrechte (das Recht an der Arbeit, der Abbildung)
  • Personenrechte (das Recht am eigenen Bild, nämlich der abgebildeten Personen)
  • Rechte Dritter (Abbildungen von Marken, geschützten Zeichen, bestimmte Landmarks, und dergleichen mehr)
  • Vertriebsrechte (bei Vertretungen)
  • eventuell noch weitere Rechte.

Möchten Sie nun ein Bild verwenden, dann benötigen Sie «Nutzungsrechte». Nutzungsrechte können ausschliesslich von den Rechteninhabern verliehen werden.

Nutzungsrechte

Wer Fotos nutzen will, benötigt dazu entsprechende Nutzungsrechte. Es ist das Einverständnis aller Beteiligten, dass Sie als Bildanwender dieses oder jenes Bild einsetzen können. Es ist ein gegenseitiges Einverständnis, welches durch eine entsprechende Lizenzvergabe (und allenfalls eine dazugehörende Vergütung) geregelt werden.

Nutzungsrechte sind nicht immer «pauschal» und auch nicht per Definition «endlos». Es gibt verschiedene Arten von Nutzungsrechten und der Lizenzgeber kann diese definieren oder auch mit dem Lizenznehmer verhandeln. Lizenzen sind vertragliche Vereinbarungen zwischen Lizenzgeber (beispielsweise Fotograf oder Bildagentur) und Lizenznehmer (beispielsweise Grafiker oder Webdesigner).

Lizenzen

Lizenzen regeln Nutzungsrechte. Lizenzen berücksichtigen alle Rechteinhaber, also den Fotografen, die abgebildete Menschen, die Vertriebspartner und eventuelle weitere Instanzen. Die Lizenz vergibt ein Nutzungsrecht, oft im Tausch mit einer entsprechenden Entlöhnung. Dadurch können sowohl Bildhersteller als auch Bildanwender ihre Arbeit zur Brotgewinnung nachgehen.

Bilder sind nicht vogelfrei.

Der Grundsatz ist dieser: Es gibt keine Bilder ohne Rechte. Es spielt dabei keine Rolle, woher die Bilder stammen. Was beispielsweise im Internet einfach herunterzuladen ist, ist durch diese Möglichkeit nicht etwa vogelfrei. Die Rechtslage ist jedoch nicht immer so klar, weshalb es wohl regelmässig noch weitere Gerichtsentscheide in einzelnen Fragen, insbesondere zur «erlaubten» Benutzung gibt.

Was heisst dies nun für Sie und mich? Wer Bilder nutzen möchte, tut gut daran die Rechte im Vorfeld zu klären. Damit beugen Sie vor, dass Sie selbst oder ihre Kunden in rechtliche Probleme geraten. Dass nun manche Websites Bilder kostenlos zum herunterladen anbieten, heisst noch lange nicht, dass die Rechte sauber geklärt sind.

Lizenzvarianten

Grob gesagt gibt es lediglich zwei Lizenzvarianten, welche via Bildagenturen angeboten werden. Auch Fotografen können von der einfachen Klassifizierung der Bildagenturen profitieren, wenn Sie Archivbilder Kunden zur Verfügung stellen. Diese Varianten gibt es:

  1. Lizenzpflichtig (RM oder Rights Managed). Projektgebundene Lizenz.
  2. Lizenzfrei (RF oder Royalty-Free). Benutzergebundene Lizenz.

Beide Varianten haben sich bewährt. Jede Lizenzart hat eigene Vorteile und Nachteile. Sie können nicht mit jeder Lizenz «alles» machen. Lizenzen regeln Nutzungsrechte, keine Eigentumsrechte. Sie kaufen also nie ein Bild, sondern immer nur bestimmte Nutzungsrechte. Diese müssen Sie kennen, bevor sie das Bild rechtlich einwandfrei einsetzen möchten.

Stimmt beispielsweise die Lizenz mit Ihrer Nutzung überein? Erhalten Sie die gewünschte Nutzungrechte oder Exklusivität? Im nachhinein lassen sich solche Fragen vielleicht nicht mehr klären oder man entdeckt zu spät, dass es rechtliche Probleme geben kann. Ein Stück Sicherheit können deshalb die Lizenzen geben. Sie definieren Rechte und Pflichten und stellen sicher, dass Sie die Verwendung wunschgemäss umsetzen können.

Lizenzen werden vom Lizenzgeber zugeordnet. Sie lassen sich deshalb nicht frei wählen oder in etwas anderes «umwandeln». Das ist logisch, denn eine nicht-exklusive Lizenz, worüber das Bild bereits an verschiedene andere Lizenznehmer lizenziert wurde, kann nicht nachträglich in eine exklusive Lizenz für einen bestimmten Kunden umgewandelt werden. Sinnvoll ist es also, wenn man bereits vor der Bildsuche sich im klaren ist welche Art der Lizenz benötigt wird.

Lizenzpflichtig (RM)

Lizenzpflichtige Bilder kommen mit einer projektgebundenen Lizenz. Jede Verwendung benötigt eine eigene Registration. Die Verwendung richtet sich nach der Auflage, dem Verbreitungsgebiet, der Dauer der Verwendung, usw. Entsprechend der Verwendung wird der Preis definiert. Ein und dasselbe Bild kann deshalb zu verschiedenen Preisen lizenziert werden, wenn Projekte entsprechend verschiedene Parameter haben. Die Lizenz gilt ausschliesslich für das genannte Projekt. Eine weitere Verwendung, auch für eine neue Auflage oder für eine weitere Verwendung in PDF-Dateien, im Internet oder ähnlich, benötigt auf jeden Fall eine angepasste und erweiterte Lizenz.

Ein und dasselbe Bild kann also zu ganz unterschiedlichen Preisen vermarktet werden. Dies ist jedoch häufig erwünscht. Für bescheidene Verwendungszwecke wird eine solche Lizenz nicht sehr teuer sein. Dagegen lässt sich bei anspruchsvollen Projekten bereits im Vorfeld vieles abklären: Wurde das Bild schon mal in der gleichen Branche genutzt? Wann war das? Kann das Bild exklusiv für eine bestimmte Zeit reserviert werden? Solche Auskünfte sind ausschliesslich bei «lizenzpflichtigen» Lizenzen möglich und sie sind unerlässlich für grössere Marketing-Kampagnen.

Lizenzfrei (RF)

Sogenannte «lizenzfreie» Bilder haben sehr wohl eine Lizenz. Der Name hat sich eingebürgert, auch wenn diese Bilder weder ohne Lizenz noch vogelfrei sind. Lizenzfreie Bilder haben eine benutzergebundene Lizenz.

Die Einschränkung liegt nicht bei der Anzahl Projekten oder in der Zeit der möglichen Verwendung, sondern bei der Anzahl Menschen, welche mit den Bildern Gestaltungsaufgaben ausführen dürfen. Lizenzfreie Bilder haben ähnliche Lizenzstrukturen wie Softwareprodukte. Es besteht eine Bindung an der Anzahl der Personen, welche die Lizenz nutzen dürfen. Das ist von Bedeutung für Teams und wenn man Bildern den Kunden weiterreichen möchte.

Beispiel A
Ein hochqualitatives lizenzfreies Bild hat häufig eine Begrenzung auf 10 Benutzern, nämlich derselben Firma und am gleichen Standort (Lizenz prüfen!). Dies hat Folgen für beispielsweise folgende Anwendungen:

  • Bilder können nicht einfach in Firmen-Datenbanken zur freien Verwendung aller Mitarbeiter freigeschaltet werden, wenn mehr als 10 Personen darauf Zugriff haben. Gibt es mehr Personen in der Firma, dann muss entweder der Zugriff auf max. 10 Personen (beispielsweise: Grafikabteilung) begrenzt werden oder es muss eine erweiterte Mehrfachlizenz erworben werden.
  • Wer ist Lizenzinhaber? Die Lizenz läuft entweder auf die Werbeagentur oder auf den Kunden. Nur eines der beiden kann Lizenznehmer sein. Das hat Folgen für die Verwendungsmöglichkeiten. Wenn die Werbeagentur Lizenznehmer ist, kann die Agentur dasselbe Bild für mehrere Projekte und sogar mehrere Kunden einsetzen. Der Kunde oder die Kunden dürfen das Bild jedoch nicht losgelöst von den gestalteten Produkten der Werbeagentur nutzen. Will beispielsweise ein Kunde ein Bild selbst für PowerPoint-Präsentationen, Newsletter usw. einsetzen, dann benötigt der Kunde für die Verwendungen eine eigene Lizenz.

Beispiel B
Lizenzfreie Bilder gibt es heute auch häufig als Abonnement oder als vorausbezahlte Download-Credits. Bildabonnemente und Credits sind häufig auf die Person begrenzt, welche die Lizenz löst. Es sind 1-Personen-Lizenzen. Dies hat Folgen für die Verwendung im Team:

  • Nicht die maximale Bildmenge ist für die Verwendung entscheidend, sondern die maximale Anzahl erlaubter Benutzer. Wer beispielsweise ein Abonnement für 50 Bilder pro Monat löst, kann diese maximale Menge nur selbst verwenden. Kollegen oder Team-Mitglieder können «nicht-verbrauchte» Bilder nicht nutzen. Hier braucht es entweder zusätzliche Lizenzen für jeden Bildbenutzer oder entsprechende Team-Lizenzen.
  • Abonnements sind so etwas wie externe Bilddatenbanken, worauf man (innerhalb der definierten Leistung) unbegrenzt zugreifen kann. Für manche Bildabonnemente gilt, dass die Bilder nur solange verwendet werden dürfen als das Abonnement gültig ist. Verlängert man das Abonnement nicht, dann darf man auch bis dahin heruntergeladene Bilder nicht weiterverwenden. Dagegen gibt es andere Bildabonnemente (beispielsweise von IngImage), welche die Bildverwendung auch nach Ablauf des Abonnements gestatten. Entscheidend sind also immer die Lizenzbestimmungen und den darauf aufgeführten Nutzungsrechte.

Weitere Lizenzvarianten

Es gibt weitere Lizenzvarianten, die oft auch noch verhandelbar sind. Das ist insbesondere für Verlagshäuser und grössere Agenturen von Bedeutung, die so Gesamtpakete beziehen können. Entsprechende Verträge sind häufig für ein Jahr bindend. Hier die wichtigsten Varianten aufgeführt:

  1. Lizenzpflichtig (RM, Projektgebunden)
    1. Redaktionelle Bilder (Einzeln)
    2. Kommerzielle Bilder (Einzeln)
    3. Bildpakete
    4. Spezielle Abkommen für Verlagshäuser
  2. Lizenzfrei (RF, Benutzergebunden)
    1. Einzelbilder
    2. Bildpakete (Microstock: Credits)
    3. Bildabonnemente

Welche Lizenzen für welche Zwecke sinnvoll sind ist auch für Bildanwender nicht immer einfach zu bestimmen. Hier helfen Bildagenturen kompetent weiter.