Die CEPIC hat sich selbst und ihre Website erneuert. Das reflektiert die Umwälzungen in der Bildindustrie und darüber hinaus. Nicht länger geht es nur um Fotografie und Stockfotografie, sondern um jede Art von visuellen Medien. Als Verband steht CEPIC für die Interessen von Menschen und Firmen, die visuelle Inhalte kreieren. Dazu zählen etwa Fotos, Illustrationen und Videos. Als Verband erstellen sie auch Leitfaden für visuelle Medien und deren Verwendung und Schutz.

Die CEPIC hat verschiedene Aufgaben. Sie vertritt die Interessen der visuellen Medien, informiert Mitglieder, ermöglicht Begegnung und Austausch, bildet mit Konferenzen und Workshops und ist als Verband auch politisch aktiv, etwa bei Fragen zu visuellen Medien auf europäischem Niveau.

Mitglieder von CEPIC können einzelne Firmen sein, oder auch nationale Verbände. Die CEPIC erstellt oder verkauft selbst keine visuellen Inhalte und bleibt darum ein neutraler Partner für Firmen, die das tun. Fragen zu Bildrechten können deshalb auch politisch vertreten werden, wo einzelne Firmen keine Stimme haben.

In der Verarbeitung aktueller Fragen, etwa zu Copyright oder Ethik-Richtlinien im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und der Erstellung visueller Medien, entstehen manchmal Dokumente, die als Ausgangslage für weitere Diskussionen genutzt werden. Einige dieser Dokumente sind als Leitfaden auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.

Weshalb Verbände wie die CEPIC wichtig sind

Einzelne Fotografen oder Firmen können ihre Werke nicht schützen. Der Aufwand ist zu gross und die rechtlichen Grundlagen sind oft zu wackelig. Das Letzte ist die Folge der rasanten technologischen Entwicklung. Grosse Firmen nutzen fehlende Lücken zur Regulierung dafür ein, die eigenen Ideen voranzutreiben, oft auf Kosten anderer. Wenn etwa Modelle für künstliche Intelligenz mit Internet-Daten trainiert werden, wofür kein Einverständnis vom Bildersteller gegeben wurde, dann werden dafür ungefragt vielleicht auch geschützte Daten verwendet. So kann man Fotos «im Stile von (Fotografenname)» erstellen lassen, die tatsächlich so aussehen, wie die Fotos des genannten Fotografen. Die Erklärung dafür ist nicht schwer zu finden.

Solche Fragen haben mit Ethik und Copyright zu tun und können nur adäquat von der Politik geregelt werden. Die EU hat in diesem Sinne bereits vielen grösseren Firmen und Industrien Einhalt geboten. Die CEPIC hat dazu massgeblich beigetragen, soweit es um Fragen wie etwa Copyright geht.

Freiwillige Initiative

Wer sich ethisch aufstellt, tut dies heute nicht, weil es verpflichtet ist, sondern aus eigenem Antrieb. So hat die aufstrebende Social-Media-Plattform BlueSky etwa bekannt gegeben, dass sie ihre gehosteten Daten nicht zum Trainieren von KI-Systemen freigibt.

Leider stoppt dies keinen Missbrauch von anderen:

Freiwillige Initiativen sind gut, aber das beugt keinem Missbrauch von anderen vor. Deswegen benötigt es grössere Referenzpunkte, rechtlich verbindliche Massnahmen, die notfalls auch zu rechtlichen Schritten führen können. Es benötigt politische Stellungnahmen und rechtlichen Anpassungen. Solche können nur von der Politik gemacht werden. Deshalb sind und bleiben Verbände wie CEPIC bedeutsam, die darauf hinweisen.

CEPIC - Visual Content Matters

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