Künstliche Intelligenz (KI) ist bisher nicht intelligent, da die Resultate noch weitgehend auf durchschnittlichen Werten von, mit Daten trainierten Modellen basieren. Neues kann dabei kaum herauskommen. Altes kann man aber neu entdecken, vielleicht sogar neu zusammenfügen. Man kann allerdings heute ausloten, welche Ideen man mit neuen Bildern erstellen kann, die auf KI basieren. Das wäre ein Schritt hin zu einer Auseinandersetzung.
In der englischen Zeitung The Guardian erschien heute ein interessanter Beitrag von Fiona Shields als «The Guardian Picture Essay». Zentral stand das «Photo Brussels Festival», das Ende Februar 2025 in Brüssel stattfindet. Die Guardian beleuchtete darüber den Einfluss von künstlicher Intelligenz.
Das Festival findet nicht an einem einzigen Festivalgelände, sondern an verschiedenen Orten in Brüssel statt. Auf der Website des Festivals wird künstliche Intelligenz nicht speziell als Thema hervorgehoben. Dass laut der Guardian trotzdem sehr viele teilnehmende Künstler sich mit dieser Materie auseinandersetzten, ist eine bemerkenswerte Feststellung.
Der Beitrag ist interessant, weil er von verschiedenen Blickwinkeln spricht, die heute mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgelotet werden. Wie und wozu können Bilder generiert werden, welche Bilder werden verzerrt dargestellt und wie kann man die Möglichkeiten heute nutzen? Wenn Künstler sich damit auseinandersetzen, ist das kreativ oder bloss reflexiv? Oder beides?
Bestimmt sind es die Künstler, die heute etwas mit den Möglichkeiten erstellen, sogar Aussagen mit emotionaler Qualität, wie man lesen kann. Die KI, welche dies ermöglicht, ist dadurch jedoch weiterhin nicht selbst intelligent. Der Beitrag ist demnach so etwas wie eine journalistische Beobachtung und deshalb ein Zeugnis der heutigen Zeit.



