Bei «Bildverarbeitung» denken viele an «Bildoptimierung». Es gibt jedoch eine weitere Ebene, die besonders bei vielen Bildern wichtig wird. Diese Ebene nennt man «Bildverwaltung», nämlich das Ordnen, Finden und Bereitstellen von Bildern. Wer schon einmal mit grösseren Bildarchiven gearbeitet hat, weiss, dass dies anspruchsvoll ist. Gleichzeitig ist die Bildverwaltung Schlüssel für eine effiziente Nutzung der Bildern.
Viele Softwarelösungen haben so etwas wie eine Katalog-Funktion. Softwarebasierte Katalogsysteme für Fotografen bieten oft mehr als Aufbewahrungsmöglichkeiten. Es können leicht Bilder umbenannt werden. Batch-Funktionen erleichtern die Bearbeitung von Metadaten. Diese und weitere Möglichkeiten sind sinnvoll. Man wird jedoch auch an die Software gebunden, was nicht in jedem Fall erwünscht ist.
Man stelle sich vor, dass die Daten in einem geschlossenen System, in einer Datenbank bestimmter Natur, aufbewahrt werden. Dann hat man nur Zugriff auf diese Daten über diese Datenbank. Eine andere Option wäre es, die Originaldaten in einer hierarchischen Struktur auf der Festplatte zu bewahren. Datenbanksysteme können oft auf solche Strukturen verweisen. Man sollte dann aber aufpassen, dass man die Dateipfade setzt und Änderungen an der Struktur nicht automatisch verwaltet werden. Auch sollte man die Software nicht verschieben, weil dann der relative Pfad von der Software zur Datenhierarchie nicht mehr stimmt.
Welche Struktur sieht man jetzt als hilfreich an? Wer schon einmal Bilder über längere Zeiten verwaltet hat, kennt das Problem: Systemupdates können vieles durcheinanderwerfen. Auch grosse Firmen neigen dazu, gelegentlich ihre Systeme zu aktualisieren oder gar auszutauschen. Mit einem neuen System kommen neue Anforderungen. Zwischen altem und neuem System muss man eine Brücke etablieren. Die Migration von einem System zum nächsten ist anspruchsvoll, weil Daten vielleicht neu bearbeitet, Metadaten überarbeitet und Strukturen neu gesetzt werden müssen.
Hilfreich ist es, wenn man immer auf die aktuellen Daten Bezug nehmen kann. Das heisst konkret: direkt mit den Fotobeständen arbeiten, und zwar auf Systemebene. Bildverzeichnisse einlesen, sortieren, umbenennen, sowie Daten filtern, finden und bereitstellen.

Publicspace.net
Frank Reiff von Publicspace.net erstellt Mac-Software, womit sich unter anderem Dateien besser verwalten lassen. Dabei werden keine Kataloge erstellt, sondern Dateien sind und bleiben in der Hierarchie des Betriebssystems. Seine Tools lösen Aufgaben wie: Dateien verschieben, Ordner zusammenführen oder aufteilen, Dateien umbenennen oder Bilder im System einfacher finden.
Insbesondere folgende Produkte verdienen Beachtung:
- Big Mean Folder Machine
- A Better Finder Rename
- A Better Finder Attributes
- Nifty File Lists.
Ich nutze diese Werkzeuge seit vielen Jahren. Sie sind einfach, funktionieren zuverlässig und helfen dabei, grosse Datenmengen zügig zu verarbeiten. Besonders wichtig: Die Tools bleiben getrennt von den Daten. Man wird nicht in einem Katalogsystem eingebunden, sondern kann Daten für Katalogsysteme, Websites oder Archivierung vorbereiten.
Wer auf Mac arbeitet, findet hier aussergewöhnliche Helfer für den Alltag.



