Künstliche Intelligenz in der Kunstszene
Künstliche Intelligenz (KI) ist bisher nicht intelligent, da die Resultate noch weitgehend auf durchschnittlichen Werten von, mit Daten trainierten Modellen basieren. Neues kann dabei kaum herauskommen. Altes kann man aber neu entdecken, vielleicht sogar neu zusammenfügen. Man kann allerdings heute ausloten, welche Ideen man mit neuen Bildern erstellen kann, die auf KI basieren. Das wäre ein Schritt hin zu einer Auseinandersetzung.
In der englischen Zeitung The Guardian erschien heute ein interessanter Beitrag von Fiona Shields als «The Guardian Picture Essay». Zentral stand das «Photo Brussels Festival», das Ende Februar 2025 in Brüssel stattfindet. Die Guardian beleuchtete darüber den Einfluss von künstlicher Intelligenz.
Das Festival findet nicht an einem einzigen Festivalgelände, sondern an verschiedenen Orten in Brüssel statt. Auf der Website des Festivals wird künstliche Intelligenz nicht speziell als Thema hervorgehoben. Dass laut der Guardian trotzdem sehr viele teilnehmende Künstler sich mit dieser Materie auseinandersetzten, ist eine bemerkenswerte Feststellung.
Der Beitrag ist interessant, weil er von verschiedenen Blickwinkeln spricht, die heute mithilfe von künstlicher Intelligenz ausgelotet werden. Wie und wozu können Bilder generiert werden, welche Bilder werden verzerrt dargestellt und wie kann man die Möglichkeiten heute nutzen? Wenn Künstler sich damit auseinandersetzen, ist das kreativ oder bloss reflexiv? Oder beides?
Bestimmt sind es die Künstler, die heute etwas mit den Möglichkeiten erstellen, sogar Aussagen mit emotionaler Qualität, wie man lesen kann. Die KI, welche dies ermöglicht, ist dadurch jedoch weiterhin nicht selbst intelligent. Der Beitrag ist demnach so etwas wie eine journalistische Beobachtung und deshalb ein Zeugnis der heutigen Zeit.
Entdecke das Public Domain Image Archive
Das «Public Domain Image Archive» ist eine Initiative vom «The Public Domain Review», einem Online-Magazin und Projekt, das historische Bilder, Ideen und Werke untersucht. Man findet dort auch Video, Audio und vieles mehr. Die Idee hinter diesen Dingen ist es, kulturelle Werte, deren Copyright abgelaufen ist, einem breiteren Publikum zur Verfügung zu stellen.
Fundgrube
Das Public Domain Image Archive ist eine Fundgrube für visuelle Inhalte. Es wurden bereits über 10’000 historische Illustrationen und Fotos aufgearbeitet. Darunter befinden sich etwa Landkarten, Lithografien und vieles mehr. Man kann nach Künstler-Name, Epoche, Stil, Thema und Suchbegriff suchen.
Die Kollektion ist nicht nur eine Quelle für Bilder zum Nulltarif, sondern auch eine Fundgrube für Ideen aus vergangenen Zeiten.
Zu jeder Abbildung gibt es weitere Informationen, Quellen und eine Downloadmöglichkeit.
Getty Images und Shutterstock fusionieren
Heute gaben Getty Images und Shutterstock bekannt, dass sie fusionieren. Aus zwei Grossen der Bildbranche wird ein Grösserer. Klotzen statt kleckern scheint hier die Devise zu sein.
Die Bildindustrie hat sich seit Ende der 1990er Jahren, seit Photodisc die erste rein digitale Stockfoto-Kollektion war und bald von Getty aufgekauft wurde, rasant gewandelt. Heute gab Getty bekannt, mit Shutterstock zu fusionieren. Man sieht hier zwei Geldmaschinen, die durch eine Fusionierung zu einer noch grösseren Geldmaschine mutieren. Obwohl es zwei grosse Marken der Bildindustrie sind, geht es schon lange nicht mehr um Fotografie.
Fotografie ist das Vehikel, um eine finanzielle Wertschöpfung zu generieren. Das gilt es vor Augen zu halten, wenn man die Firma bislang nur aus dem Blickwinkel der visuellen Produkte kennt. Getty hat massgeblich zu einer exzellenten Bildqualität und der Entwicklung starker Vertriebskanälen beigetragen. Das war jedoch keine Bildleidenschaft, sondern eher eine brillante Geschäftsstrategie, wozu die Bildleidenschaft genutzt wird. Beide sind verschieden und beide kann man wertschätzen.
Eine solche Fusionierung erfolgt aus strategischen Überlegungen. Die Firmen haben die Zeichen der Zeit erkannt, stärken jetzt die Dominanz im Bildgeschäft und rüsten sich für weiteres Wachstum in herausfordernden Zeiten. Insbesondere die Zunahme von Bildern, die mit künstlicher Intelligenz generiert werden, dürfte für die Bildindustrie zu vielen neuen Herausforderungen führen. Getty und Shutterstock haben beide viel Erfahrung und könnten, vermute ich, Synergien sowie Ressourcen besser gemeinsam nutzen.
Die Macht des Geldes
Wie ich gerade vorhin die Bedeutung von Geld erwähnte, hat dieser Schritt für kleinere Agenturen und Vertriebskanäle eine Auswirkung. Das liegt einerseits daran, dass die Marktdominanz von Getty wächst und andererseits ein zweiter Name wegfällt. Für kleinere Agenturen sieht die Situation meist anders aus. Viele kämpfen um Umsätze und man ist selten für die Umwälzung, die bevorsteht, gerüstet. Künstliche Intelligenz und Bildgenerierung auf Knopfdruck werden zunehmen. Die Anzahl der Bilder, die man auf Vorrat haben muss, wird abnehmen.
Sobald Kunden an der Bildgenerierung auf Knopfdruck gewohnt sind, stehen alle kleinen Agenturen unter Druck. Getty wird gut vorbereitet sein und alte wie neue Systeme vorantreiben, wodurch Kundenbedürfnisse (gegen entsprechendes Entgelt) abgedeckt werden. Für die kleineren Agenturen wird das nicht so einfach sein.
Interessengemeinschaften sind wichtig
Die CEPIC hat sich selbst und ihre Website erneuert. Das reflektiert die Umwälzungen in der Bildindustrie und darüber hinaus. Nicht länger geht es nur um Fotografie und Stockfotografie, sondern um jede Art von visuellen Medien. Als Verband steht CEPIC für die Interessen von Menschen und Firmen, die visuelle Inhalte kreieren. Dazu zählen etwa Fotos, Illustrationen und Videos. Als Verband erstellen sie auch Leitfaden für visuelle Medien und deren Verwendung und Schutz.
Die CEPIC hat verschiedene Aufgaben. Sie vertritt die Interessen der visuellen Medien, informiert Mitglieder, ermöglicht Begegnung und Austausch, bildet mit Konferenzen und Workshops und ist als Verband auch politisch aktiv, etwa bei Fragen zu visuellen Medien auf europäischem Niveau.
Mitglieder von CEPIC können einzelne Firmen sein, oder auch nationale Verbände. Die CEPIC erstellt oder verkauft selbst keine visuellen Inhalte und bleibt darum ein neutraler Partner für Firmen, die das tun. Fragen zu Bildrechten können deshalb auch politisch vertreten werden, wo einzelne Firmen keine Stimme haben.
In der Verarbeitung aktueller Fragen, etwa zu Copyright oder Ethik-Richtlinien im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz und der Erstellung visueller Medien, entstehen manchmal Dokumente, die als Ausgangslage für weitere Diskussionen genutzt werden. Einige dieser Dokumente sind als Leitfaden auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.
Weshalb Verbände wie die CEPIC wichtig sind
Einzelne Fotografen oder Firmen können ihre Werke nicht schützen. Der Aufwand ist zu gross und die rechtlichen Grundlagen sind oft zu wackelig. Das Letzte ist die Folge der rasanten technologischen Entwicklung. Grosse Firmen nutzen fehlende Lücken zur Regulierung dafür ein, die eigenen Ideen voranzutreiben, oft auf Kosten anderer. Wenn etwa Modelle für künstliche Intelligenz mit Internet-Daten trainiert werden, wofür kein Einverständnis vom Bildersteller gegeben wurde, dann werden dafür ungefragt vielleicht auch geschützte Daten verwendet. So kann man Fotos «im Stile von (Fotografenname)» erstellen lassen, die tatsächlich so aussehen, wie die Fotos des genannten Fotografen. Die Erklärung dafür ist nicht schwer zu finden.
Solche Fragen haben mit Ethik und Copyright zu tun und können nur adäquat von der Politik geregelt werden. Die EU hat in diesem Sinne bereits vielen grösseren Firmen und Industrien Einhalt geboten. Die CEPIC hat dazu massgeblich beigetragen, soweit es um Fragen wie etwa Copyright geht.
Freiwillige Initiative
Wer sich ethisch aufstellt, tut dies heute nicht, weil es verpflichtet ist, sondern aus eigenem Antrieb. So hat die aufstrebende Social-Media-Plattform BlueSky etwa bekannt gegeben, dass sie ihre gehosteten Daten nicht zum Trainieren von KI-Systemen freigibt.
Leider stoppt dies keinen Missbrauch von anderen:
Freiwillige Initiativen sind gut, aber das beugt keinem Missbrauch von anderen vor. Deswegen benötigt es grössere Referenzpunkte, rechtlich verbindliche Massnahmen, die notfalls auch zu rechtlichen Schritten führen können. Es benötigt politische Stellungnahmen und rechtlichen Anpassungen. Solche können nur von der Politik gemacht werden. Deshalb sind und bleiben Verbände wie CEPIC bedeutsam, die darauf hinweisen.
Bildagenturen ohne Bilder
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Künstliche Intelligenz (KI) die Stockfotografie nachhaltig verändern wird. Die Entwicklung von KI-generierten Bildern schreitet rasant voran. Besonders realistische Ergebnisse sind heute möglich. Dadurch muss man nicht mehr alles fotografieren, was an Bildern gewünscht ist. Das spart Kosten für Fotografen, Locations, Modellen und lässt sich jederzeit ausführen, anpassen und optimieren. Ist dies ein Ende oder ein Neubeginn?
Wenn die Bildmenge keine Rolle mehr spielt
Rund 2010 hatte ich eine Bildagentur mit rund 60 Millionen Bildern online. Das war für ein Einmannbetrieb sehr viel. Einmal waren digitale Bilder eine Garantie für den Verkauf. Als ich 60 Millionen Bildern in meiner Agentur zur Verfügung hatte, und täglich zwischen 30’000 und 80’000 neue Bilder hinzukamen, entsprach der Verkauf jedoch nicht der verfügbaren Bildmenge.
Es wurde immer anspruchsvoller, die richtigen Fotos zu finden und gute Fotos liessen sich kaum noch verkaufen, weil viele Kunden von Microstock-Preise geprägt waren und keine Erfahrung mit Kosten von Fotografen hatten. Die Umwälzungen waren riesig und 2018 habe ich meine Bildagentur stillgelegt, weil Aufwand und Ertrag trotz vielen Anpassungen im Vertrieb nicht mehr im Einklang waren.
Wie viele Bilder sollte eine Bildagentur haben?
Die optimale Bildmenge für eine Vertriebsagentur sah ich immer als 1 Bild, das sich besonders häufig zu guten Preisen verkaufen liesse. Das wäre das zwar keine realistische, aber theoretisch trotzdem eine optimale Situation. Die Bildmenge bei den Agenturen stieg, weil immer neue Themen, immer neue Bildstile gesucht wurden, mal mit jungen Kindern, mal mit arbeitenden Erwachsenen, mal mit Senioren im Pensionsalter. Endlos viele Themen wurden fotografiert und die Bildmenge wuchs unaufhaltsam.
Die ideale Bildmenge für eine Agentur kam immer mehr abhanden. Klotzen statt kleckern war die Devise. Klotzen mit Bildmengen, mit Bildstilen, mit Verkaufspersonal, mit Dumpingpreisen, mit unethischem Verhalten unter Bildzulieferer und Bilddistributoren. Der Pioniergeist, der um die Jahrtausendwende noch vorherrschte, war verflogen und es wurde mit harten Bandagen in einer immer unübersichtlichen Situation gekämpft.
Kann Künstliche Intelligenz eine neue Ära für Bildverkäufer und Bildeinkäufer einläuten?
Bilder generiert via flux1.ai/flux-realism
Bildagenturen im Umbruch
Wie kann man sich eine neue Art von Vertriebsagentur vorstellen? Die optimale Bildmenge hatte ich vorhin als «1 Bild» definiert. Was jedoch, wenn die optimale Bildmenge für eine Bildagentur «kein Bild» beträgt? Das könnte durch Künstliche Intelligenz schneller Realität werden, als so mancher glaubt.
Hier ist der Umbruch: Bildagenturen benötigen keine Archive mehr, wenn sie gute Bilder sozusagen auf Knopfdruck generieren können. Heute denke ich, dass die optimale Bildmenge keine Frage mehr ist. Keine Bilder sind viel effizienter als viele Bilder, weil mithilfe von künstlicher Intelligenz jetzt beliebige Bilder generiert werden können. Was gibt es dabei zu beachten?
Selbstredend gibt es mehrere Hürden:
- Die Bildqualität muss immer hoch sein
- Es muss einfacher werden, gute Prompts für die Bildgenerierung zu erzeugen
- Für einen guten Service benötigt es Optionen, um Bildserien zu erzeugen
- Kunden müssen mit einem neuen Angebot vertraut gemacht werden
- Kunden müssen gute Resultate erzielen
- Kunden müssen vielleicht eigene Modelle anlegen oder als Fotoreferenz hochladen können
- Bildagenturbetreiber müssen professionelle Resultate als Dienstleistung anbieten können
- Bildagenturbetreiber stellen sich von Bildarchiven auf Bilderzeugung um
- Ethische Fragen müssen geklärt sein (unter anderem, mit welchem Material die KI trainiert wurde).
Vieles wird jedoch auch einfacher:
- Die Bildmenge ist kein Thema mehr
- Bildlizenzen können standardisiert werden
- Modell-Freigaben spielen keine Rolle mehr.
- Bildvariationen lassen sich nachträglich, sogar in letzter Minute erstellen.
Die neue Bildagentur ist keine mehr, sondern bietet vielleicht nur noch einen Bilderzeugungsdienst an. Grössere Agenturen haben dazu bereits entsprechende Module in ihren Websites eingebaut. Das ist aber erst der Anfang. Was heute noch belächelt wird, kann morgen der Standard sein.
Die neue Bildagentur generiert Bilder auf Knopfdruck
Statt einer Suchmaschine auf der Agenturseite, oder ein Team mit professionellen Bildsuchern im Hintergrund, gibt es nur noch die Möglichkeit Bilder zu generieren (etwa mithilfe von Replicate oder anderen Anbietern, die eine API-Schnittstelle anbieten, worüber man die eigene Website anschliessen kann). Eine innovative Bildagentur will diese Möglichkeit optimieren, etwa mit einfacher Promptgenerierung, Beispiel-Prompts, eine Hilfe zur Bildgenerierung vom Team, eine Möglichkeit, Bilder für Projekte generieren zu lassen und viele dieser Dinge mehr.
Die neue Bildagentur hat keine Bilder mehr, sondern generiert genau die Bilder, welche der Kunde will. Ist dies eine «schöne neue Welt»?
Besser, einfacher, schneller: Revolutioniert KI auch die Bildretusche?
Eine gute Bildretusche verlangt viel Erfahrung. Neurale Netzwerke und künstliche Intelligenz sollen diese Aufgaben vereinfachen. Verschiedene Hersteller springen auf den Zug auf. Retouch4me, eine Firma mit Sitz in Tallinn, Estland, macht es zum Alleinstellungsmerkmal. Hier entstehen Werkzeuge, die mithilfe künstlicher Intelligenz knifflige und repetierende Aufgaben mit wenigen Klicks erledigen. Automatisch, aber wie von Hand gemacht.
Grosse Firmen wie Adobe implementieren künstliche Intelligenz in bestehenden Produkten. Künstliche Intelligenz soll Dinge vereinfachen. Ob das gelingt, wenn man diese neuen Technologien einfach als Zusatzoption einbaut, ist abzuwarten. Eine wirkliche Vereinfachung hat die Firma Retouch4me jedoch eingerichtet. Ihre Produkte sind alleinstehend oder als Plug-in einzusetzen. Sie erledigen immer nur eine einzige Aufgabe und benötigen dazu in der Regel nur einen einzigen Klick. Den Rest erledigt künstliche Intelligenz.
Wie es mit einem Klick von Vorher zu Nachher geht, zeigt unten stehendes Bild. Zur Beachtung: Es wurden gleich mehrere Plug-ins darauf angewendet. Welche Plug-ins benötigt werden, sowie die Voreinstellung dafür wurde automatisch eingestellt. Es benötigte deshalb tatsächlich nur einen Klick, um alles zusammen auszulösen und das Bild zu optimieren.
Bildnachweis: © ADITYA @portsbyady. Optimiert mit Cloudlösung.
Ohne Plastik-Look
Das gezeigte Vorher- / Nachher-Bild wurde mit nur einem Klick optimiert. Das ist aus mehreren Gründen erstaunlich. Deutlich erkennt man einige Hautunreinheiten, die automatisch entfernt wurden. Die Struktur der Haut jedoch wurde beibehalten. Ebenfalls wurden die Augen etwas aufgehellt, Hautpartien mehr ausgeglichen beleuchtet, wo nötig geglättet, aber nirgendwo trat ein typisches Plastikgefühl auf, welches so vielen KI-Bildern auszeichnet. Das Bild bleibt natürlich. Eine solch komplexe Bildretusche benötigt Zeit und viel Erfahrung. Künstliche Intelligenz hat dies deutlich vereinfacht, und liefert auf Mausklick ein professionelles Resultat. Das Letzte gelingt jedoch nur, weil die unterliegenden KI-Modelle für solche natürlichen Resultate optimiert wurden.
Bildnachweis: © DettyStudio, by Walevisuals @wale_visuals. Optimiert mit Cloudlösung.
Wie es funktioniert
Produkte von Retouch4me haben eine extrem einfache Bedienung und liefern im Handumdrehen erstaunliche Resultate. So stellte ich mir künstliche Intelligenz immer vor. Erreicht wird dieses Resultat durch speziell trainierte Modellen. Bei der Entwicklung berücksichtigt man die Arbeitsabläufe und Zielvorgaben professioneller Bildbearbeiter. Effekte bleiben oft subtil, Strukturen bleiben häufig beibehalten und Änderungen sind meist lokal, was durch eine automatische aber differenzierte Maskierung erreicht wird. Diese Fokussierung bedingt angepasste Modellen, weshalb jede Aufgabe in einem eigenen Plug-in verpackt wurde.
Reduce to the max.
Kann man jetzt noch Einstellungen machen? Selbstverständlich, aber die Einstellungen sind der jeweiligen Aufgabe des Plug-ins angepasst. Hier kann die Maske etwas anpassen, dort die Intensität oder Wärme einstellen. Weit mehr als das ist es nicht und diese Vereinfachung scheint eine bewusste Wahl der Entwickler zu sein. Reduce to the max.
Bildnachweis: © ADITYA @portsbyady
Produkte und Produktvariationen
Die Firma produziert Plug-ins für Bildretusche, jedoch auch für Videoretusche. Jedes Plug-in löst eine bestimmte Aufgabe. Einzeln können diese Plug-ins laut Aussage des Herstellers in folgenden Programmen eingesetzt werden: Photoshop, Lightroom and Capture One.
Schneller ist natürlich besser. Weshalb nicht gleich mehrere Aufgaben in einem Durchlauf erledigen? Wer mehrere Plug-ins auf einmal anwenden will, hat dafür zwei Möglichkeiten. Es handelt sich um zwei kostenlose Werkzeuge, die man direkt von der Retouch4.me Website herunterladen kann.
- Photoshop Panel
Mit diesem Tool kann man alle Plug-ins auf einmal nutzen. Es ist wie eine Schaltzentrale für alle Retouch4me Plug-ins. Ausserdem kann das Photoshop Panel mit einer Cloudlösung eingesetzt werden. Zum Letzten gleich unten noch weitere Angaben - Arams
Es gibt so etwas wie das Photoshop Panel auch als eigenständige Softwarelösung. Arams wurde speziell für die Batchverarbeitung vieler Bilder entworfen, etwa alle Aufnahmen eines Fotoshoots. Die Software kann von sich aus nichts, aber integriert entweder vorhandene Plug-ins oder ermöglicht die Arbeit mit der Cloudlösung. Bei dieser Batchverarbeitung geht es um die Massenverarbeitung etwa von allen Bildern eines Fotoshoots. Jedes Bild wird evaluiert, Probleme werden erkannt und danach werden Plug-ins zur Lösung vorgeschlagen. Dadurch ist sowohl die Massenverarbeitung als darin auch die individuelle Anpassung aller Bilder gewährleistet. Arams benötigt kein Photoshop.
Massenverarbeitung mit Arams
Arams ist ein kostenloses Tool, womit man alle Plug-ins oder die Cloudlösung zur Retusche der Bilder nutzt. Arams macht nichts von sich aus, aber vereinfacht die Batchverarbeitung. So lassen sich in einem Durchlauf etwa alle Bilder vom letzten Fotoshoot optimieren.
Bildnachweis: Arams Bedienungsoberfläche. Screenshot mit verschiedenen Bildern verschiedener Fotografen, von Retouch4me zur Verfügung gestellt. Einzelverweise dort, wo Einzelbilder gezeigt werden.
Lokal oder Cloudlösung?
Wie arbeitet man mit diesen Lösungen? Selbstverständlich kann man einfach ein Produkt kaufen und damit zu arbeiten anfangen. Es gibt aber auch eine Cloudlösung. Dies sind die Unterschiede:
Bildoptimierung
Die Werkzeuge für die Bildoptimierung sind als lokale Softwarelösungen mit einer Endloslizenz erhältlich, oder man erhält Zugang zur Cloudlösung, wofür man ein Abonnement oder vorher gekaufte Credits benötigt.
Videooptimierung
Die Werkzeuge für Videobearbeitung sind ausschliesslich als OFX-Plug-in für unter anderem DaVinci Resolve erhältlich. Von allen Produkten gibt es eine kostenlose Variante zum Ausprobieren. Bei den Bild Plug-ins funktioniert alles, ausser das Sichern der optimierten Bilder. Bei den Video-Plug-ins wird ein Ergebnis gesichert, jedoch wird nur ein Bildstreifen korrekt gezeigt. Kostenpflichtige Varianten kennen diese Beschränkungen selbstverständlich nicht.
Lösungen für die Bildretusche:
- Plug-ins oder Standalone Version
- Verarbeitung lokal
- Vorschau der Einstellungen sofort
- Korrekturen nur für die Aufgaben der gekauften Plug-ins.
- Cloudlösung
- Verarbeitung in der Cloud
- Keine Vorschau. Man wartet, bis das Resultat geliefert wird.
- Korrekturen sind mit allen erhältlichen Plug-ins möglich.
Arbeiten mit der Cloudlösung ist eine einfache Option, um alle Funktionen einmal zu testen oder alle Optionen gleichzeitig im Zugriff zu haben. Für gekaufte oder abonnierte Credits kann man alle verfügbare Optionen nutzen. Das ist gut und günstig, aber man erhält keine Vorschau. [Nachtrag: Eine Vorschau-Funktion wurde ab der Version 0.6x integriert!]
Arbeiten mit lokalen Softwareversionen, als Standalone oder Plug-in, ist zwar zum Einsteigen teurer, aber es gibt keine weiteren Verpflichtungen. Ausserdem sieht man lokal das Resultat sofort in der Vorschau, bevor man das Endresultat rendern lässt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass man mehrere Plug-ins für beste Resultate benötigt, damit verschiedene Elementen der Retusche abgedeckt werden können.
Lokale Softwareversionen sind für Poweruser mit geeigneter Hardware vermutlich die beste Wahl. Wer nur gelegentlich Bilder optimiert, ist mit der Cloudlösung bestens bedient. Sieht man einmal, wie gut die Resultate sind, benötigt man bald auch keine Vorschau mehr, sondern kann die Verarbeitung getrost der Cloudlösung überlassen, der die Resultate einfach wieder zurückliefert. Die Cloudlösung verfügt ausserdem immer und automatisch über die letzten Anpassungen und Optimierungen.
Bildnachweis: © Subir Thapa @portrait.st. Optimiert mit Cloudlösung.
Zusammenfassung
Künstliche Intelligenz kommt, daran besteht keinen Zweifel. Retouch4me zeigt, wie einfach eine Bildretusche werden kann. Man kann daran denken, wie Google einmal die Internetsuche vereinfacht hat, indem es eine einzelne Seite mit nur einem Suchfeld präsentierte. Niemand anders hat das je so gemacht. Die Vereinfachung in der Benutzeroberfläche war selbstverständlich nicht die ganze Geschichte. Im Hintergrund wurde besonders viel entwickelt. Google wurde jedoch populär, weil es funktioniert und die Suchresultate gute Treffer ergaben. Die Vereinfachung war Schlüssel zum besseren Erlebnis. Das dürfte auch mit diesen Werkzeugen zutreffen. Und wenn es einmal nicht so funktioniert, wie man gehofft hat, kann man problematische Bilder zum Hersteller senden, die dann die benutzten Modelle damit weiter optimiert.
Oleg Sharonov
Retouch4me ist eine Firma von Oleg Sharonov, der eine interessante Entwicklung von Musik zu automatische Bildoptimierungssoftware durchgemacht hat. Ein ausführliches Interview gibt es etwa auf medium.com:
Retouch4me
Die Website von Retouch4me findet sich über den Button hier unten. Dort kann man Testversionen herunterladen und selbst prüfen, ob die Werkzeuge für den eigenen Workflow hilfreich sind.
Diversifizierung als Trend
Envato, eine australische Plattform für die Lizenzierung von Fotos, Videos, Audio-Clips, Templates und vieles mehr, wird von Shutterstock gekauft. Es erscheint ein nächster Schritt in die Entwicklung von Shutterstock zu sein und bestätigt Käufe von Shutterstock in den letzten Jahren. Als solches markiert es einen Wandel in der Bildindustrie.
Shutterstock ist auf Expansionskurs. Die Firma diversifiziert, um damit Vorteile im Markt zu gewinnen. Diese Diversifizierung wird in folgendem Beitrag spannend beschrieben:
Nach Giphy kauft Shutterstock jetzt Envato, wurde gestern bekannt gegeben. Envato ist eine sehr interessante Plattform. Einerseits funktioniert sie als Marktplatz für digitale Produkte, andererseits können Kunden über vereinfachte Zugänge, vom Einzelkauf bis zum interessanten «Envato Elements» Abonnement, sehr einfach zu geeigneten Bauteile für die eigenen Projekte gelangen. Envato ist bereits seit vielen Jahren kein reiner Bildanbieter, sondern hat schon früh verstanden, dass Kreative mehr als nur Fotos oder Videos benötigen.
Envato hat mit verschiedenen Websites angefangen (Themeforest, AudioJungle, PlaceIt u.a.), die jedoch laufend zu einem einzigen Angebot integriert wurden (Envato Premium). Die Richtung, welche Envato eingeschlagen hat, dürfte für Shutterstock nicht nur interessant sein, sondern es war ein ernst zu nehmender Konkurrent, der jetzt in das eigene Angebot integriert wird.
Diversifizierung
Die grafische Industrie, die Bildindustrie und so manche andere Industrie werden durch immer bessere Konzepte, Werkzeuge (AI) und Angebot umgekrempelt. Die treibende Kraft dahinter sind Millionen von Menschen, die sich selbst auf den Weg machen, Lösungen für ihr Geschäft zu suchen. So überholt etwa die Plattform Canva die Bedeutung von Adobe, indem es mit Templates und einfachen Werkzeugen, Gestaltung für Nichtgestalter praktikabel macht.
Selbstverständlich betrifft das nicht sofort die Bedeutung von professionellen Angeboten, aber es ist ein Trend, der wohl nicht mehr verschwindet. Canva etwa hat neulich die professionelle Software-Suite Affinity gekauft. Die Affinity-Produkte (Affinity Photo, Affinity Designer und Affinity Publisher) konkurrenzieren die Adobe Produkte (Photoshop, Illustrator und InDesign) zu einem Bruchteil vom Preis. Canva gelingt damit den Einstieg in das professionelle Segment und Affinity steht wohl eine blendende Zukunft mit Canva bevor.
One-Stop-Shop
Das Ziel dieser Entwicklung ist es nicht, einfach grösser zu werden oder mehr Produkte zu haben. Das war ganz lange der Fall. Heute geht es nicht um «viel», sondern um «vielseitig». Es betrifft eine schrittweise Eroberung neuer Marktsegmente durch Diversifizierung. Dabei entstehen Plattformen, die ein «One-Stop-Shop» für immer mehr Kreative werden.
Selbstverständlich gibt es Menschen und Organisationen, die sich ausschliesslich auf ein einziges Segment orientieren (etwa die Ersteller von «Content»: Fotografen, Softwareentwickler, Musiker), jedoch wird das für viele Kunden immer weniger der Fall sein. Sie profitieren von Plattformen, womit sie selbst einfach wachsen können.
Indem immer grössere Anbieter immer grössere Plattformen erschaffen, mit einer kontinuierlichen Diversifizierung des Angebots. Die Kernfrage für jedes Geschäft bleibt dieselbe: Welches Problem löse ich für meinen Kunden? Diese Frage bedarf einer regelmässigen Evaluation, wenn der Kontext sich ändert. Zweifellos ist heute eine solche Zeit.
Die Kernfrage für jedes Geschäft bleibt dieselbe: Welches Problem löse ich für meinen Kunden?
An den Beispielen hier oben erkennen wir zwei Entwicklungen:
- Diversifizierung des Angebots
- Erweiterung des Angebots mit Software.
Bei Software kann man an bessere Websites denken, die etwa mithilfe künstlicher Intelligenz mehr leisten können. Es können auch zusätzliche Tools, Templates und dergleichen mehr sein. Envato etwa hat mit Themeforest der vielleicht weltweit wichtigste Marktplatz zur Vermarktung von WordPress-Bausteinen erschaffen. Canva erweiterte dieses Jahr das Softwareangebot in Richtung professioneller Anwender.
Strategien ausloten
Kaufen allein nützt nichts. Es benötigt für jeden Kauf eine Strategie. Diese Strategien müssen aufgrund von Marktentwicklungen angepasst werden.
Was heute passiert, ist Trend, aber die Folgen bedeuten eine neue Umwälzung in der Bildindustrie, in der grafischen Industrie und in der Art, wie wir mit Gestaltung und grafischen Aufgaben umgehen. Die Antworten verliefen bislang an den Grenzen von Berufsbezeichnungen. Diese Grenzen werden, zumindest für die grossen Plattformen, zunehmend verwischt.
Vor 20 Jahren betraf die Umwälzung in der Bildindustrie die Digitalisierung von analogem Fotomaterial und die Popularisierung von «Royalty-free» Angeboten. Beides machte den Erwerb von Fotos deutlich einfacher. Heute sind diese Themen Schnee von gestern. Es geht um grössere Plattformen und eine Diversifizierung des Angebots. Diese Entwicklung liegt nicht einseitig beim Anbieter, sondern sie wird durch Anwender ausgelöst, die nach einfacheren und besseren Möglichkeiten suchen, ihren Alltag zu vereinfachen. Der Kontext ist heute ein anderer als vor 20 Jahren, aber die Entwicklung bleibt.
Hier bleibt die Kernfrage: Welches Problem lösen Sie für ihren Kunden?
Bilder vor KI schützen, wie geht das?
Nightshade und Glaze sind zwei Softwarelösungen, womit das Web-Scraping von KI-Firmen einen Riegel geschoben werden soll. Die beiden Produkte sind deshalb erste Versuche, Copyright-Verletzungen vorzubeugen. Wie schützen wir uns vor der dunklen Seite der Macht?
Künstliche Intelligenz arbeitet mit Modellen. Diese Modelle sind Algorithmen, die für spezifische Zwecke trainiert werden. Dafür werden im Netz gefundene Texte und Bilder benutzt. Eine solche Nutzung führt unweigerlich zu verschiedenen rechtlichen und ethischen Fragen. Die Bildindustrie ist stark betroffen, einerseits, weil Fotos von Fotografen ungefragt und ohne Entgelt genutzt werden, andererseits, weil die so gefütterten Modelle für die Erzeugung neuer Bilder genutzt werden, und sogar die Stilmerkmale von Fotografen kopieren können.
Glaze und Nightshade
Neulich wurden von der Universität von Chicago zwei Produkte lanciert, die Bilder für Künstliche Intelligenz verbergen. Es sind die zwei Produkte Glaze und Nightshade. Beide Produkte ändern Bilder. Die Änderungen sind für das menschliche Auge nicht sichtbar, jedoch wird das Bild von Künstlicher Intelligenz auf andere Art interpretiert. KI schaut direkt auf die Datei, während das menschliche Auge die 2D-Darstellung interpretiert.
- Glaze ändert den Stil des Bildes
KI wird abgelenkt. - Nightshade ändert die Elemente des Bildes
KI wird gestört.
Beide Werkzeuge erstellen so etwas, wie eine extra Dimension im Bild, die vom menschlichen Auge kaum wahrgenommen wird, jedoch bei der Verarbeitung von KI zu deutlich unterschiedlichen Resultaten führt. Das funktioniert nicht bei allen Bildtypen gleichermassen gut und es gibt deswegen unterschiedlichen Stärken, womit diese Bildoptimierung berechnet werden kann. Als Resultat werden neue Bilddateien generiert, die dann etwa auf Websites hochgeladen werden können.
Beide Werkzeuge generieren nicht so etwas wie ein Wasserzeichen, sondern das Bild wird gesamthaft angepasst. Diese Technologie ist auch dann wirksam, wenn das Bild beschnitten oder abgeändert wird.
Defensiv und offensiv
Auf der Website der Universität werden die Unterschiede zwischen Glaze und Nightshade als «defensiv» und «offensiv» beschrieben. Glaze führt AI-Werkzeuge auf eine falsche Fährte und gaukelt ein Stil vor, der im Bild nicht vorhanden ist. Nightshade irritiert offensiv mit einer Änderung der Bildelemente.
Beide Werkzeuge ergänzen sich und es soll bereits an einer kombinierten Software gearbeitet werden. Zweifellos werden weitere Werkzeuge entwickelt, denn die Gesetzgebung hinkt noch lange hinter der technischen Entwicklung hinterher. Ein Nachteil der Lösungen bleibt, dass es ein extra Arbeitsschritt bedeutet, die auch Zeit beansprucht. Der Vorteil liegt darin, dass jeder selbst seine Arbeit schützen kann, bevor sie online gestellt werden.
Nationale und internationale Verbände für die Bildindustrie
Wer Bilder produziert oder einkauft, hat mit Bildrechten, Preise und verschiedenen Lizenzierungsmodellen zu tun. Rechtliche Aspekte sind ebenso wichtig wie ein gutes Verständnis über Rechte und Pflichten bei der Produktion, dem Einkauf oder der Verwendung von Bildmaterial. Nationale und internationale Organisationen können dabei helfen, die Anliegen aller Beteiligten eine Stimme zu geben.
Es gibt viele Verbände, die für ihre Mitglieder eine gemeinsame Stimme bilden können. Dazu zählen etwa Fotografen-Verbände, aber auch Verbände von Bildagenturen. Auf Wikipedia findet sich eine Liste mit solchen unterschiedlichen Verbänden:
Es geht jedoch um mehr als einzelne Aspekte. Fotografen-Verbände etwa kümmern sich um Fotografen, weniger um Bildagenturen. Verbände wie die BVPA in Deutschland, die SAB in der Schweiz, die BAPLA in Grossbritannien oder die SNAPIG in Frankreich sind Verbände für Bildagenturen. Bildagenturen gehören zu einer Bildindustrie, die von der Vermarktung von Fotos und Illustrationen lebt.
Fotografen können jedoch auch in Lohndienst stehen, sich mit Hochzeitsfotografie oder Architekturfotografie profilieren, sich ausschliesslich um Kunstfotografie oder etwa Museumsdokumentationen kümmern. Ihre Anliegen sind unterschiedlich, je nach Ausrichtung. Eine Bildindustrie jedoch will die Bilder von Fotografen für andere nutzbar machen. Ihre Anliegen sind speziell, und rechtlich oft viel komplexer.
Bildagenturen stehen schon länger unter Druck. Dafür gibt es mehrere Gründe:
- Kunden kennen sich nicht aus und erwarten Microstock-Preise für exklusive Rechte
- Grosse Technologie-Firmen nutzen Online-Bildmaterial (Google, Facebook & Co.), ohne dass die Fotografen davon profitieren.
Bei der rasanten Technologie-Entwicklung fehlt häufig ein rechtlicher Rahmen. Missbrauch von Fotografenleistungen wird nicht geahndet, weil es dafür keine Gesetze gibt. Die CEPIC etwa, ein internationaler Zusammenschluss von nationalen Organisationen und weiteren Partnern, setzt sich auf Europäischem Niveau dafür ein, dass Missbrauch von Fotografen und Bildagenturen durch grosse Techfirmen einen Riegel geschoben wird.
Wer sich für politische Lösungen einsetzt, kann dies in der Regel nicht als Firma oder Privatperson. Deshalb sind nationale und internationale Firmen wichtig. Sie repräsentieren die Anliegen einer grösseren Gruppe und sind deshalb politisch relevanter. Durch diese Zusammenschlüsse können rechtliche Fragen besser geklärt und auch mit entsprechendem Gewicht auf die politische Agenda landen.
Die CEPIC ist vielleicht am ehesten bekannt wegen des jährlichen Kongresses. Das ist nicht nur eine gute Gelegenheit, sich international zu vernetzen, sondern es gibt viele Vorträge und Einblicke in aktuelle Diskussionen. Dazu hier einen Einblick aus 2023:
Deep Steaks und Deep Fakes
Jeder hat schon einmal von Deepfakes gehört, diese Videos, die von künstlicher Intelligenz erzeugt werden. Oft werden bekannte Personen abgebildet, täuschend echt, und ihnen werden Aussagen in den Mund gelegt, die sie nie gesagt haben. Es geht um Manipulation von Zuschauern und Meinungsbildung.
Man könnte meinen, diese Deepfakes betreffen nur Politiker und bekannte Persönlichkeiten. Es geht jedoch um mehr. Deepfakes können eine direkte Beeinflussung von unserer eigenen Identität und unserer Gesellschaft werden. Jetzt gibt es eine Website, die dies anschaulich vor Augen führt.
Auf der Website deepsteaks.ai gibt es ein anschauliches Beispiel, wie Deepfakes Aussagen von jedem Menschen beeinflussen können.
Auf der Website deepsteaks.ai erklärt ein soziales Experiment, wie Menschen mittels Deepfakes Dinge sagen, die sie nie gesagt haben. Konkret geht es darum, dass Veganer mittels Deepfakes aussagen, dass Sie Fleisch besonders geniessen. Die Website sagt, dass diese Entwicklungen jeden betreffen können und deshalb politische Stellungnahmen wichtig sind.
Interessanterweise wird die Website von einer Firma initiiert, die echten Steak verkauft. Website und Video kann man hier anschauen:
























